In der Musiktherapie lädt eine große Vielfalt an Instrumenten zum Experimentieren und Erforschen ein.

Wir können unsere Stimme nützen, um mit ihr zu improvisieren oder zur Situation passende Lieder zu erfinden.

Aber auch das Hören von spezifisch ausgewählter oder von der Therapeutin gespielter Musik kann eine wertvolle Erfahrung für das Kind sein.


Vor der Sprache

Besonders dort, wo Sprache (noch) nicht vorhanden ist, ermöglicht die Musik einen Zugang zu den Gefühlswelten des Kindes und erlaubt ihm,  Kontakt mit seiner Umwelt herzustellen und sich auszudrücken.


Für entwicklungs- und sprachverzögerte Kinder ist es oft von großer Bedeutung, die vorsprachlichen Anfänge der zwischenmenschlichen Kommunikation noch einmal bewusst zu erleben. Im Spiel mit der eigenen Stimme und den Klängen der Musikinstrumente kann eine neue Freude am Verstehen und Verstanden-Werden entstehen. Dieses Interesse ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Sprachentwicklung.

 

Manche Kinder sprechen nicht oder nur mit ausgewählten Personen (Mutismus). In der Musiktherapie können wir in ein gemeinsames Tun kommen, ohne dass Sprache dafür notwendig ist.  

Gefühle ausdrücken

In einem geschützten therapeutischen Rahmen, kann sich Ihr Kind ausdrücken und mitteilen, was es bewegt und beschäftigt. 






Gemeinsam entdecken wir die unterschiedlichen Qualitäten der Instrumente. Dabei können Ängste und Spannungen abgebaut, Konflikte bearbeitet und Erlebnisse verarbeitet werden.


Auf spielerische Art und Weise kann sich das Kind mit seinen Lebensthemen auseinandersetzen und belastende Ereignisse verarbeiten und integrieren. Das ist wichtig, um sich weiter entwickeln zu können.


Wahrnehmen

Nicht jedes Kind ist in der Lage, sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen. 

Besonders für Kinder aus dem Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen stellt dies oft eine große Herausforderung dar.

Musiktherapie versucht hier einen Raum zu schaffen, in dem sich zwischenmenschliche Begegnung behutsam entwickeln kann. 

Durch die Verknüpfung von Klang, Ton und Bewegung kann das Kind sich selbst als Urheber begreifen und durch das Zusammenspiel schließlich erleben, dass Gefühle geteilt werden können.


Begleitende Elterngespräche

Für einen guten Therapieverlauf ist ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern sehr wichtig.

Als Eltern sind Sie ExpertIn für Ihr Kind, ich möchte Ihnen helfen, diesen Erfahrungsschatz zu bergen und zu ordnen.

Es wäre hilfreich und wünschenswert, wenn möglichst beide Elternteile an den Gesprächen teilnehmen. So können Schwierigkeiten, Konflikte und Muster, die im Alltag immer wieder auftreten, erkannt und besprochen werden. Schon kleine Veränderungen im Familiensystem können bedeutsame und entlastende Auswirkungen haben!


Wenn Probleme besonders in der Interaktion mit den Eltern auftreten, kann es sinnvoll sein, einen Elternteil in die Therapie mit einzubeziehen.

Durch die gemeinsame musiktherapeutische Arbeit zu dritt können neue positive Wege, miteinander umzugehen, entdeckt und erprobt werden.